Hintergrund der Masterarbeit:
Ab 2026 trat der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) der Europäischen Union vollständig in Kraft. Unternehmen müssen nun CO₂-Kosten für importierten Stahl und Aluminium aus Drittländern tragen. Parallel dazu werden freie CO₂-Zertifikate im EU-Emissionshandel schrittweise reduziert, was zu steigenden CO₂-Preisen führt. Für ein metallverarbeitendes Unternehmen mit globalen Lieferketten ergeben sich daraus erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, aber auch strategische Gestaltungsspielräume.
Ziel und Aufgabenstellung der Masterarbeit:
Ziel der Masterarbeit ist es, die finanziellen Auswirkungen von CBAM auf die Stahl- und Aluminiumimporte unseres Unternehmens systematisch zu analysieren und konkrete Optimierungs- und Steuerungsansätze abzuleiten.
Die Arbeit gliedert sich in folgende inhaltliche Schwerpunkte:
- Analyse der CBAM-relevanten Stahl- und Aluminiumimporte (Mengen, Herkunftsländer, Produktgruppen)
- Bewertung der CO₂-Emissionen auf Basis gesetzlicher Default-Werte sowie realer, lieferantenspezifischer Daten
- Aufbau eines CBAM-Kostenmodells für die Jahre ab 2026 bis 2035 inklusive Szenario- und Sensitivitätsanalysen
- Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen CBAM und dem EU-Emissionshandel (EU ETS)
- Break-even-Analyse zur Wirtschaftlichkeit von Drittlands Importen
- Identifikation von Kostenoptimierungspotenzialen, z. B. durch alternatives Rohstoff- und Ländersourcing, Erhöhung des Sekundärmaterialanteils und verbesserte Lieferantenschnittstellen
- Identifikation besonders CBAM-sensitiver Produkte und Ableitung material- oder konstruktionsseitiger Optimierungsansätze
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Einkauf, Technik und Management